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Entwicklung der Gaspreise

Die Energiepreise steigen stetig an und somit auch die Energiekosten für den Endverbraucher. Ein Rückgang der Preise ist nicht in Sicht und auch eine längerfristige Stabilität der Energiepreise ist kaum zu erwarten. Ebenso wie beim Erdöl sind auch die Preise für den günstigeren Energiespender Erdgas in den letzten Jahren enorm gestiegen.  

Streng genommen ist Erdgas - das zum größten Teil in Erdölgegenden vorkommt – überwiegend als Abfallprodukt anzusehen, das bei der Förderung von Erdöl nebenbei gewonnen wird. Von daher ist es auch abzusehen, dass steigende Ölpreise meist auch höhere Kosten für Erdgas-Nutzer nach sich ziehen. In der Regel werden Preise für Erdgas aber immer erst einige Monate nach der Ölpreiserhöhung angehoben. Zudem können auch politische Unruhen in den Erdölländern Ursache für einen Preisanstieg sein. Denn wenn wegen rebellischen Aufständen, Kriegen oder ähnlichem, nicht durchgehend gefördert werden kann - oder die Förderung vielleicht sogar vorübergehend gestoppt werden muss - können Erdöl und Erdgas für die Verbraucherländer, die auf die Lieferungen angewiesen sind, zur Mangelware werden. Und ein solcher Mangel hat dann meist eine, wenn auch voraussichtlich vorübergehende, Erhöhung der Energiekosten zur Folge.  
Da Erdgasfelder aber zu einem kleinen Teil auch unabhängig von Erdölfeldern vorkommen, ist der Anstieg der Erdgaspreise nie so gravierend, wie beim Erdöl. Solche vom Öl unabhängigen Gasfelder gibt es auch einige, wenige hier bei uns, vorwiegend im Norden Deutschlands. Doch unsere Förderungen reichen nicht aus, um den Verbrauch im eigenen Land zu decken. Ungefähr 80 % des Bedarfs müssen aus dem Ausland geordert werden. Wir beziehen die Erdgaslieferungen überwiegend über Pipelines aus Russland, Norwegen und den Niederlanden.
Der Erdgas-Preis begründet sich zu 74% auf den Kosten für Import, Produktion, Transport, Speicherung und Verteilung. Weitere 23% fließen in Form von Mehrwert- und Erdgassteuer in unsere Staatskasse. Die übrigen 3% setzen sich aus Konzessionsabgabe und anteiliger Förderabgabe zusammen.   
Immer mehr Haushalte modernisieren ihre Heizanlagen, um von der Öl- auf die preiswertere Erdgasheizung umzusteigen. Bei vielen Neubauten wird mittlerweile von vornherein der Bau einer Gasleitung eingeplant, um auf Dauer gesehen  Energiekosten einsparen zu können. Erdgas wird schon in vielen Haushalten nicht mehr nur als kostengünstige Heizwärme genutzt, sondern auch zur Warmwasserbereitung, zum Kochen, Abwaschen, Baden und Wäsche waschen.

Obwohl nicht nur die Preise für Erdöl, sondern auch für Erdgas ansteigen, bleibt  Erdgas dennoch auch in Zukunft die preiswertere Alternative. Und mit Hinblick auf die weiter steigende Preisentwicklung könnte für Erdgas-Nutzer ein Vertrag mit längerfristiger Preisgarantie ein weiterer Vorteil zur Einsparung von Energiekosten sein. Denn in dem Fall blieben sie von eventuellen Preiserhöhungen unberührt, für den Zeitraum, in dem ihnen ihr Tarif vertraglich Preis bindend zugesichert ist. Die Gastarife sind hier zwar immer ein wenig höher angesetzt, als in `normalen´ Verträgen, könnten sich jedoch bei weiter steigenden Energiepreisen, rückblickend gesehen, durchaus als „Günstig-Tarif“ entpuppen.